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1-2/17 Neues modulares und mobiles System zur Elimination von Spurenstoffen

Abschlusstreffen CleanWaterKit

Mikroschadstoffe wie z.B. Arzneimittelrückstände belasten das Abwasser und sind schwer abbaubar. Fraunhofer UMSICHT entwickelte zusammen mit Projektpartnern in dem zweijährigen Forschungsprojekt »CleanWaterKit« - gefördert von der Stiftung Zukunft NRW - ein modulares Baukastensystem, das umweltbelastende Spurenstoffe im Wasser eliminiert, flexibel verschaltbar und leicht in bestehenden Kläranlagen zu installieren ist. Beim Abschlusstreffen an der Kläranlage Wuppertal-Buchenhofen präsentierte das Projektteam kürzlich die Ergebnisse. 

50 Millionen organisch chemische Verbindungen sind weltweit im Umlauf, von denen 5000 als potenziell umweltrelevant eingestuft werden. Gerade in bevölkerungsreichen Ländern wie Deutschland mit vielen industriellen Ballungsräumen sind die Ab- und Gewässer oft aussergewöhnlich hoch mit sogenannten Mikroschadstoffen belastet. Um diese zu eliminieren, müssen weitere Reinigungsstufen in Kläranlagen aufwändig ausgelegt werden. Mit dem neu entwickelten modularen Baukastensystem CleanWaterKit ist es hingegen möglich, die Reinigungsstufe drastisch vereinfacht zu integrieren, da es flexibel verschaltbar ist und sich leicht auf Kläranlagen im Bypass installieren lässt. CleanWaterKit integriert dabei bestehende sowie neue Verfahren zur Entfernung von Mikroschadstoffen.

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1-2/17 Mit Ozonung und Ultrafiltration gegen Antibiotikaresistenzen

Obwohl die Schweizer Human- und Veterinärmedizin vergleichsweise wenig Antibiotika verwendet, nimmt die Häufigkeit resistenter Bakterien zu. Diese gelangen über die Kläranlagen auch in den Wasserkreislauf. Forscherinnen und Forscher der Eawag haben untersucht, ob sich durch die Behandlung des Abwassers mit Ozon oder mit Membranfiltern mehr Antibiotikaresistenzen entfernen lassen als durch die konventionelle biologische Reinigungsstufe. 

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1-2/17 Löschwasser mobil und kosteneffizient reinigen

Projektstart »PFCLoesch«: Per- und Polyfluorierte Chemikalien eliminieren

Um bei Grossbränden von Kraftstoffen und Lösemitteln beispielsweise auf Flug- und Binnenhäfen, in Raffinerien oder in Lagereinrichtungen der Industrie effektiv löschen zu können, ist der Einsatz von Schaumlöschmitteln mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) unerlässlich. Doch Fluor-Kohlenstoff-Verbindungen (PFC) sind in der Natur kaum oder nur sehr schlecht abbaubar, z. T. toxisch. Sie schädigen deshalb die Umwelt, wenn sie nicht frühzeitig aus dem Löschwasser entfernt werden. Daher müssen PFC-haltige Löschwässer aufgefangen und anschliessend aufbereitet oder fachgerecht entsorgt werden.

Etablierte Verfahrensweisen sind jedoch nicht spezifisch und sehr kostenintensiv. Deshalb entwickeln Fraunhofer UMSICHT und die Cornelsen Umwelttechnologie GmbH in einem zweijährigen Verbundprojekt ein neues Verfahren, mit dem sich PFC effektiv und kostengünstig noch am Einsatzort aus dem anfallenden Löschwasser eliminieren lassen. Dieses Verfahren basiert auf einer bestehenden Gemeinschaftsentwicklung zur Aufreinigung von PFC-belastetem Grundwasser und kombiniert die Aktivkohle-Adsorption mit einer vorgeschalteten Reinigungsstufe.

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