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Nationaler Aktionsplan Pflanzenschutzmittel: Ungenügende Antwort auf die Probleme des hohen Pestizideinsatzes

Der Unmut über die ungelösten Folgeprobleme des hohen Pestizideinsatzes in der Schweiz hat in der Bevölkerung stark zugenommen. Der heute vom Bundesrat verabschiedete Nationale Aktionsplan Pflanzenschutzmittel (NAP) ist trotz Verbesserungen gegenüber dem Vernehmlassungsentwurf eine ungenügende Antwort. Der Fokus liegt vor allem auf technischen Massnahmen, wo die Schweiz relativ wenig Nachholbedarf hat. Zahlreiche wirksamere Massnahmenvorschläge einer breiten Allianz, die sich für einen engagierten Aktionsplan und eine Vorreiterrolle der Schweizer Landwirtschaft einsetzt, sucht man im NAP vergebens. Der Aktionsplan bleibt selbst hinter dem vom Bund einst gesetzten Pestizidreduktionsziel auf 1500 Tonnen pro Jahr zurück. Unverständlich bleibt insbesondere das Fehlen eines Konzeptes, wie die zusätzlichen Massnahmen zu finanzieren sind. Damit droht dem Aktionsplan das Schicksal eines Papiertigers.

Mit dem bereits im Mai 2016 veröffentlichten Pestizid-Reduktionsplan Schweiz (PRP) setzte sich eine breite Allianz aus Landwirtschafts-, Gewässerschutz-, Umwelt-, Gesundheits- und Konsumentenkreisen für einen griffigen Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundes (NAP) und für ein Umdenken in der bisherigen Praxis im Umgang mit Pestiziden ein. Der PRP zeigte auf, dass in der Schweiz unnötig viele Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und der Gesetzesvollzug gravierende Lücken aufweist, die zu einem weit verbreiteten unsachgemässen Einsatz führen. Doch selbst der gesetzeskonforme Spritzmitteleinsatz führt zu vielfältigen Umweltproblemen, vor allem bei der Biodiversität, im Boden in den Gewässern, wo die Grenzwerte regelmässig überschritten werden.

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Mobility: eine visionäre Idee feiert Geburtstag

Als die Mobility Genossenschaft vor zwei Jahrzehnten aus der Taufe gehoben wurde, steckte Carsharing noch in den Kinderschuhen. Heute ist das ganz anders: Als Vorreiterin der Sharing Economy bedient Mobility über 131’000 Kunden – und möchte sich zum grössten nationalen Anbieter für individuelle Verkehrsdienstleistungen entwickeln.

23 von 24 Stunden, so belegen Statistiken des Bundes, steht ein Privatauto in der Schweiz still. Darin haben die ATG Stans und Sharecom Zürich bereits in den 1980er-Jahren enormes Potenzial erkannt und die ersten Carsharing-Angebote lanciert. Um schlagkräftiger zu werden, schlossen sie sich 1997 zur Mobility Genossenschaft zusammen. Ein weiser Entscheid: Was mit einem roten Auto, acht Nutzern, Schlüsselkästen und handgeschriebenen Reservationslisten begann, ist heute ein ausgeklügeltes technologisches Selbstbedienungssystem mit 2’950 Fahrzeugen und über 131’000 Kunden in der ganzen Schweiz. Gebucht wird per App, Chipkarten öffnen die Autos und Bordcomputer übertragen die gefahrenen Kilometer und Stunden an die Mobility-Systeme. «Mobility hat von Beginn weg auf Technologisierung und Digitalisierung gesetzt», weiss Geschäftsführer Patrick Marti. «Dies waren die grossen Hebel, um Autoteilen massentauglich und erfolgreich zu machen.»

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Mit Mehlwürmern gegen Plastikabfall

Die Verschmutzung der Umwelt durch Plastik ist derzeit so hoch wie nie zuvor. Fraunhofer UMSICHT forscht an umweltfreundlichen Prozessen zum Kunststoffabbau und bedient sich dafür kleinen biologischen Helfern: Mehlwurmlarven, die Plastik verwerten und als organische Substanzen wieder ausscheiden.

Ob Plastikflaschen oder -tüten: Viele industriell genutzte Kunststoffe sind in der Umwelt nicht abbaubar und verschmutzen weltweit Landschaften und Gewässer. Aufgrund dieser  Entwicklung stellt die Kunststoffzersetzung auf umweltverträgliche Weise derzeit ein relevantes Forschungsthema dar. Beim Kampf gegen Plastikmüll setzen Forscher deshalb neben Mikroorganismen, Pilzen oder isolierten Enzymen vermehrt auch auf Insekten: So konnte kürzlich eine spanische Forscherin zeigen, dass die Larven der Grossen Wachsmotte den Kunststoff Polyethylen (PE) in relativ kurzer Zeit zersetzen können – zumindest schneller, als es Bakterien in vergangenen Versuchen schafften. Die Kombination einer mechanischen Zerkleinerung durch die Beisswerkzeuge des Insekts und einer nachfolgenden mikrobiellen Zersetzung im Darm ist offenbar besonders leistungsfähig.

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Mit Holzpellets sicher versorgt

Umweltfreundliche Prozess-Wärme

Die Meier Oberflächen AG benötigt für ihre Prozesse Wärme ohne jeden Unterbruch. Energie 360° produziert sie klimafreundlich mit Holzpellets.

Wenn Gegenstände aus Holz oder Metall wie Fensterläden und Gitterroste altern, werden sie ein Fall für 
die Meier Oberflächen AG. Das Unternehmen aus Rafz entfärbt sie, sodass sie sich mit einem neuen Lack wieder verschönern lassen und sich ein Kreislauf schliesst. Früher waren für diesen Prozess umweltschädliche Substanzen erforderlich. Die Meier Oberflächen AG hingegen arbeitet mit biologisch abbaubaren Mitteln, die allerdings eine hohe Temperatur der Reinigungsbäder von bis zu 85 °C erfordern – und somit ununterbrochen viel Wärme. Als der bisherige Ölkessel sein Lebensende erreichte, prüfte das Unternehmen verschiedene umweltschonende Alternativen zum Heizöl. Holz erwies sich als gute Wahl, weil seine Heiztemperatur ideal zu den Prozessen der Meier Oberflächen AG passt. Holzschnitzel schieden jedoch wegen ihres grossen Volumens als Energieträger aus. Folglich entschied sich das Unternehmen für eine Holzpellet-Heizung. Im Gegensatz zum Heizöl entfällt damit die CO2-Abgabe. Zudem schwanken die Energiekosten viel weniger. 
Eine wichtige Anforderung der Meier Oberflächen AG war die hohe Versorgungssicherheit. Denn ein Ausfall der Heizung würde einen Produktionsstopp von rund zwei Tagen bedeuten, bis bei den Reinigungsbädern wieder eine konstante Temperatur erreicht ist. Mit Energie 360° wählte die Meier Oberflächen AG bewusst einen erfahrenen Partner, der über viel Erfahrung im Betrieb von komplexen Wärmeanlagen verfügt.


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Mikroverunreinigungen verursachen ökologischen Stress

Über das gereinigte Abwasser gelangen Mikroverunreinigungen aus den Kläranlagen in Bäche und Flüsse. Sie scheinen nicht nur einzelne Arten zu beeinträchtigen, sondern die Funktion der Wasserökosysteme, etwa den Laubabbau, zu verändern. Das zeigt ein Forschungsprojekt, das die Eawag im Rahmen des Ausbaus ausgewählter Schweizer ARA zur Reduktion der Belastung lanciert hat. Die technische Aufrüstung der ersten Kläranlagen zeigt bereits Wirkung.

Sei es in Medikamenten, Kosmetika, Reinigungsmitteln oder Industriechemikalien – in unzähligen Produkten kommen hierzulande täglich über 30’000 chemische Wirkstoffe zum Einsatz. Viele gelangen via Kläranlagen in die Gewässer und können die Lebewesen und das Trinkwasser beeinträchtigen. Um solche Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser zu entfernen, rüstet die Schweiz in den kommenden Jahren gezielt rund hundert Kläranlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe aus.
Forschende der Eawag und des Oekotoxzentrums Eawag-EPFL begleiten den Ausbau wissenschaftlich. «Wir haben die einmalige Gelegenheit, quasi in Echtzeit zu erforschen, wie sich die Reduktion der Mikroverunreinigungen auf die aquatischen Ökosysteme auswirkt», erklärt Projektleiter Christian Stamm. In einer ersten Phase haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun den chemischen und biologischen Ist-Zustand vor der Aufrüstung der Kläranlagen erfasst. «Wir wollten zudem herausfinden, wie sich die Mikroverunreinigungen aus gereinigtem Abwasser auf die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaften und die Funktion von Flussökosystemen auswirkt», erklärt Stamm. «Hier bestehen noch erhebliche Wissenslücken.»

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